Integration

Geschlossen gegen rechte Gewalt

Alltagsrassismus muss auch in Freiburg bekämpft werden

Wir begrüßen sehr, dass für dieses Wochenende in Freiburg ein breites Bündnis zu einer Demonstration gegen Rechts aufgerufen hat. Ebenso finden wir es gut, dass der Freiburger Gemeinderat eine Resolution gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt verabschieden will. Allerdings ist einiges an der Resolution und am Aufruf für die Demonstration halbherzig bzw unüberlegt. Auch in Südbaden – und auch in Freiburg – gibt es Neonazis und Strukturen, die diese unterstützen. Vorfälle der letzten Jahre belegen, dass diese oft nicht von staatlichen Stellen aufgedeckt wurden, sondern dass antifaschistische Gruppen diejenigen sind, die effektive Aufdeckung in diesem Bereich betreiben und dadurch zum Teil auch Gewalttaten verhindern konnten.
Die geplante Resolution des Freiburger Gemeinderats richtet sich auch gegen Rechtsextremismus.   Damit wird, wohl zum Teil unabsichtlich, die Extremismusdebatte bedient.


Sie versucht rechte und linke Politik vergleichbar zu machen, trägt aber zur Verharmlosung menschenverachtender Politik bei. Antifaschistische Gruppen werden dadurch an allen Ecken und Enden kriminalisiert. Deswegen können wir die Resolution des Freiburger Gemeinderats nicht mit unterzeichnen.

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Kann Green City barrierefrei?

Ein integratives und barrierefreies Hotel in Freiburg zu bauen, ist eine gute Idee. Dieses auf dem M1-Gelände errichten zu wollen hatte allerdings den Hintergrund, dass es ein nicht ablehnbares Bauprojekt ist, so dass auf einem absolut umstrittenen Gelände gebaut werden kann. Da die Nutzung des Grundstückes stark kontrovers war und keine Einigung in Bezug auf Bau und Nutzung erzielt werden konnte, wird jetzt aus dem Sozialen eine Berechtigung für die Bebauung gezogen. Das ist traurig, denn integrative Betriebe sollten entstehen, weil die Idee überzeugend und begrüßenswert ist.

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Beteiligung light

In den letzten Jahren wurden viele Worte über Bürgerbeteiligung verloren. Alle sind dafür, aber die Beteiligung bleibt trotz aller schönen Reden begrenzt. Eine Form der institutionalisierten Interessenvertretung, die schon lang praktiziert wird, sind städtische Beiräte. An dieser Stelle wollen wir zwei thematisieren, den MigrantInnenbeirat und den Beirat für Menschen mit Behinderungen.


Die Idee dahinter ist, dass diese beiden heterogenen und unterschiedlichen Gruppen (mit einer gewissen Schnittmenge) als benachteiligt gelten und daher einer spezifischen Interessenvertretung bedürfen, damit ihre Belange Aufmerksamkeit finden.
Wichtig ist hier daran zu erinnern, dass diese Beiräte Interessenvertretungen sind und nicht mit den Aufgaben der Integration oder sogar Inklusion allein gelassen werden sollten.


Beide sollten nicht in den selben Topf geworfen werden, aber beide haben ähnliche Probleme: Mangel an Ressourcen, Fehlplanung wie auch undefinierte Erwartungshaltungen seitens des Gemeinderats und der Verwaltung.
Der Gemeinderat sollte sich zügig darüber klar werden, warum diese Beiräte von ihm eingerichtet wurden. Ist er bereit, nicht nur Mittel einzustellen, sondern auch die Beteiligung zu fördern und umzusetzen?

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Der Freiburger Weg bei der inklusiven Schulbildung

„Inklusion light“ nach Landesvorgaben

In der Gemeinderatssitzung vom 25. Januar 2011 diskutierten die StadträtInnen den aktuellen Stand inklusiver Schulangebote in Freiburg.
Was bei dabei oft untergeht oder falsch verstanden wird ist: Inklusion ist nicht nur die Integration von Kindern mit Behinderungen in ein jetzt bestehendes System, die derzeitigen Regelschulen. Nein, es geht um das erfolgreiche Zusammenleben und Zusammenlernen aller Kinder, von SchülerInnen aus allen erdenklichen Elternhäusern und Lebenslagen. Bisher werden hierbei oft Begriffe verwendet wie "hochbegabt", "mit oder ohne Behinderung", "mit oder ohne Migrationshintergrund" usw. Die Begriffe, die oft zu Schubladen werden, müssen wir überwinden. Menschen sind keine Begriffe.


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Keine Toleranz bei Fremdenfeindlichkeit

 

Ein großes Problem beim Thema Fremdenfeindlichkeit ist, dass diese nur dem rechten Rand der Gesellschaft zugeordnet wird. Man verbindet diesen Begriff sofort mit einer Art Bilderbuch-Rassisten. Doch fast alle Arten der Diskriminierung sind weitgehend in der Gesellschaft verwurzelt.

Neulich in einer Gemeinderatssitzung hat der Oberbürgermeister den aus Schottland stammenden Gemeinderat Coinneach McCabe auf verachtende Weise nachgemacht.

Natürlich gehört ein Oberbürgermeister zur „Mitte der Gesellschaft“, hier Fremdenfeindlichkeit zu erkennen, fällt manchen schwer, denn der OB ist schließlich kein Rassist.

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Fremdenfeindliche Äußerungen des Freiburger Oberbürgermeisters Salomon

 

Den Mitgliedern des Gemeinderats in Freiburg ist es nicht neu, dass der OB nicht nur fachlich-thematisch kritisiert, sondern ausfallend gegen Personen wird. Auch in der Sitzung am 30.11.2010 griff er bei dem Tagesordnungspunkt „Mayors of Peace“ auf beleidigende Art einen Stadtrat der Unabhängigen Listen an. „Ich fand dieses Vorgehen nicht angemessen, weil es eine rhetorische Ablenkung war. Statt sich mit der Kritik auseinander zu setzen, griff der OB lieber die Person an“, so Coinneach McCabe.

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Offener Brief: „Viele Roma verlassen Freiburg wieder“ und unsere Anfrage vom 15.04.2010

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Kirchbach,

 

wir wenden uns an Sie bezüglich des Artikels in der Badischen Zeitung vom 08.07.2010 „Viele Roma verlassen Freiburg wieder“. Als erstes müssen wir Sie nochmals erinnern, dass wir am 15.04.2010 eine Anfrage zu diesem Thema gestellt haben, die noch nicht beantwortet ist. Wir sind von diesem Vorgehen enttäuscht und erwarten von Ihnen eine baldige Antwort auf diese Anfrage.

 

Dem BZ- Artikel ist zu entnehmen, „Die Flüchtlingswelle sei abgeebbt, nachdem die Stadt auf Sachleistungen umgestellt habe, berichtet Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach.“

Diese Aussage unterstellt, dass es für die Menschen keinen existenziellen Grund gab, hier Asyl zu suchen, und dass die Priorität das Erhalten von Bargeld sei. Dieses wird auch widergespiegelt in Kommentaren zum Artikel, ein Beispiel von vielen davon ist:

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Deutsche Wahlkultur

Am 18. Juli 2010 findet die Wahl zum MigrantInnenbeirat statt. Wie bei jeder Wahl zu diesem Gremium, und seinen Vorgängern, findet die Diskussion statt, wer wahlberechtigt ist. Dies ist eine Kernfrage der Integrationspolitik der Stadt, doch diese Diskussion wird unreflektiert geführt. Früher hieß es AusländerInnen, dann MigrantInnen und jetzt Menschen mit Migrationshintergrund. Es ist nicht nur ein Streit um Begrifflichkeiten, denn jede neue Definition bestimmt eine andere Gruppe, die sich zu integrieren hat. Das ist das, was Integrationspolitik eigentlich ist.

Wenn man sich anschaut, was der Gegenbegriff innerhalb dieser Debatte ist, dann ist es ein seltsam konstant gebliebener Begriff des Deutschen.

Aber was ist überhaupt deutsch? Wie sollen die „Integrationsbedürftigen“ deutsch werden? Die Anpassung an eine nicht existierende Leitkultur kann es nicht sein. Ebenso wenig kann es sein, dass durch die Wahl definiert wird, wer „echt“ deutsch ist und wer „die Anderen“ sind.

Wir brauchen daher eine Politik, die auf soziale und kulturelle Umstände sowie auf Gleichberechtigung basiert und nicht eine ideologiegeladene Diskussion, die sich auf Nationalismus beruft.

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Gefährliches Spiel mit Vorurteilen

In der letzten Woche wurde viel über die neuen Freiburger Roma-Flüchtlinge berichtet. Die Stadt beschwert sich, dass sie mit dieser Situation nicht zurechtkommen kann. Um ihre Umgehensweise zu rechtfertigen, erfindet sie ein detailliert ausgearbeitetes Märchen von Schleusern und illegal Einreisenden.

Das Land zieht sich darauf zurück, dass Freiburg wegen der Resolution für ein Bleiberecht für langjährige Roma selber schuld sei. Es ignoriert dabei, dass andere Städte mit Resolutionen andere Erfahrungen, hingegen Städte, die keine Resolution verabschiedet haben, ähnliche Erfahrungen wie Freiburg machen. So etwas hat Auswirkungen und bietet Rassismus einen Nährboden.

Die Situation von Menschen, die als Roma identifiziert werden, ist ohnehin besorgniserregend. Es ist eine Form der Diskriminierung, die in Europa nach wie vor sehr aktiv ist und deren Folgen, wie „Ethnische Säuberung“ und Überfälle eine deutliche Sprache sprechen. Die Probleme liegen tiefer als in einem Streit zwischen Stadt und Land, bei dem die Flüchtlinge am meisten zu verlieren haben.

Die Vorgehensweise der Stadt ist unverantwortlich und zu verurteilen. Wir brauchen dringend verantwortungsvolle Politik in diesem Bereich.

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Pressemitteilung - Wohnheimverwaltung führt Abschreckungspolitik ein

Sechsköpfige Familien auf 12 qm untergebracht, mangelnde sanitäre Anlagen

 

Gesundheitsamt benachrichtigt

 

Forderung nach menschenwürdigem Verhalten in der Wohnheim-Politik

 

 

Die bisherigen Verhältnisse in den Wohnheimen wurden von vielen über die Jahre hinweg kritisiert. Der Tenor war, und wurde geteilt von der Verwaltung wie auch Politik, dass die Zustände unzumutbar sind und dringend verbessert werden müssen. Zeitungsartikel und auch Briefe von Kreisen um die Wohnheime haben uns auf noch verschlechterte Zustände in den Wohnheimen aufmerksam gemacht. Durch diese Hinweise haben wir die gegenwärtigen Zustände in den Wohnheimen untersucht. Coinneach McCabe ist entsetzt: „Man weiß nicht wo mann mit der Kritik anfangen soll. Die Zustände sind schlicht abscheulich, es kann nicht sein, dass hier auf Kosten von Menschen eine inhumane Abschreckungpolitik betrieben wird.“

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Keine Unterbringung von Menschen in Containern

Pressemitteilung

Keine Unterbringung von Menschen in Containern

 

Weiteres Versagen der städtischen Wohnungspolitik

 

Intransparente Entscheidungsstruktur

 

Wie wir heute aus der Badischen Zeitung erfahren haben, hat die Stadt die Absicht, Flüchtlinge in Containern unterzubringen. „Die bereits existierende Lagerhaltung von langjährigen Flüchtlingen ist ohnehin zu verurteilen. Dass die Stadt nun aber eine weitere, noch niedrigere Stufe der Flüchtlingsunterbringung plant, kann nur als verabscheuenswert beschrieben werden“, stellt Coinneach McCabe fest. Nach wie vor existieren in der Stadt Freiburg erhebliche Leerstände in Gebäuden, daher stellt sich die Frage, weshalb die Stadt auf Container zurückgreifen möchte, um die Flüchtlinge unterzubringen.

 

Die Stadt hat im Zuge der Verwaltungsreform Einsparungen im Flüchtlings- als auch im Obdachlosen- Bereich beschlossen und zu diesem Zweck das Amt für Wohnraumversorgung neu geschaffen. Monika Stein ist verärgert, „denn dass dieses Konzept völlig unvernünftig ist, liegt auf der Hand. Aber in der gegenwärtigen wohnpolitischen Situation ausgerechnet in diesen Bereichen einzusparen, ist einfach unverantwortlich.“ Das neue Konzept zur Flüchtlings“versorgung“ war einer der Gründe für den damaligen Austritt aus der Fraktion von Junges Freiburg/Die Grünen.

 

Letzten Donnerstag war die Situation von Flüchtlingen Thema im Migrationsausschuss, allerdings fiel kein Wort über die beabsichtigten Pläne, Flüchtlinge in Containern unterzubringen. Die heutige Aussage der Verwaltung, dass die Entscheidungen in der DezernentInnen-Konferenz getroffen werden, ist beunruhigend. Coinneach McCabe bemerkt dazu: „Wie wir bereits in der Anfrage zur Informationspolitik dargestellt haben, haben nur manche GemeinderätInnen Zugang zu diesen Informationen und daher ist dieses Gremium nicht legitimiert, Entscheidungen zu treffen.“

 

Die Situation von Menschen, die als Roma identifiziert werden, ist besorgniserregend. Antiziganismus ist eine Form der Diskriminierung, die in Europa nach wie vor sehr virulent ist. Diese hatte ihren Höhepunkt mit dem Holocaust und der systematischen Ermordung durch die Nazis erreicht. Die Vertreibungen aus dem Kosovo als auch die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen sind unter anderem aktuelle Beispiele dafür, dass Antiziganismus immer noch in hohem Maße existiert. Dass diese Form der Diskriminierung nach wie vor sehr gefährlich ist, muss anerkannt werden und genau hier muss endlich eine verantwortungsvolle Politik anfangen.

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Kosovo-Roma zwischen Flucht und Abschiebung - Was erwartet die Freiburger Roma im Kosovo?


Dr. Karin Waringo (Chachipe e.V.))

11. März 2010,  20:00 Uhr

Haus der Jugend, Uhlandstraße 2

Am 27. April wird sich der Gemeinderat der Stadt Freiburg mit der Situation der Freiburger Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo befassen. Aus diesem Anlass veranstalten wir eine Informationsreihe zur Situation der Roma im Kosovo.

1999 kam es am Ende des Kosovokrieges zu „ethnischen Säuberungen“, bei denen Roma und andere Minderheiten gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Einige von ihnen haben sich in Freiburg niedergelassen und trotz Widrigkeiten eine neue Existenz aufgebaut. Ihnen droht nun, mit dem Abschluss eines sogenannten Rückübernahmeabkommens zwischen der Bundesregierung und der Regierung Kosovos, die Abschiebung nach Kosovo, ein Land, das viele von ihnen gar nicht kennen, und in dem sie nicht willkommen sind. Diese Situation betrifft eine Gruppe von mehr als 600 Roma, bei denen mehr als die Hälfte akut von Abschiebung bedroht sind.

Um darüber zu berichten, was die Roma im Kosovo erwartet, haben wir Dr. Karin Waringo von der Menschenrechtsvereinigung Chachipe eingeladen. Chachipe setzt sich für die Rechte der Roma im Kosovo ein und beschäftigt sich auch mit der Lage der Flüchtlinge in Europa.

 

 

Karin Waringo ist promovierte Politikwissenschaftlerin. Als Wissenschaftlerin und Journalistin hat sie sich auf die Lage in Südosteuropa spezialisiert. Sie arbeitete für mehrere europäische Romaorganisationen und leitet heute den Verein Chachipe, der sich international für die Rechte der Roma einsetzt.

 

 

www.romarights.wordpress.com

 

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Kosovo-Roma zwischen Flucht und Abschiebung - Was erwartet die Freiburger Roma im Kosovo?

Kosovo-Roma zwischen Flucht und Abschiebung

Was erwartet die Freiburger Roma im Kosovo?

Dr. Karin Waringo (Chachipe e.V.)

11. März 2010

Termin: 
Thursday, 11. March 2010 - 20:00 - 22:00
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Antiziganistische Zustände – Einführung in Geschichte, Gegenwart und Kritik des Antiziganismus

Donnerstag, 25.02.2010, VHS im Schwarzen Kloster Freiburg, 20.00 Uhr

Markus End

 

In der nächsten Zeit laufen mehrere hundert BewohnerInnen der Stadt Freiburg Gefahr, gezwungen zu werden, Freiburg zu verlassen. Sie sind bedroht, in ein Land abgeschoben zu werden, das viele von ihnen nicht kennen und in dem sie keine Zukunftsperspektive haben.

Diese Situation betrifft eine Gruppe von mehr als 600 Roma, bei denen mehr als die Hälfte akut von Abschiebung bedroht sind. Die kosovarischen Roma waren vor mehr als 10 Jahren durch „ethnische Säuberungen“ gezwungen, aus dem Kosovo zu flüchten. Auch in Freiburg haben seitdem kosovarische Roma Zuflucht gefunden. Nun will die Bundesrepublik Deutschland diese Menschen in den Kosovo abschieben, wo diese keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsmarkt haben werden und außerdem weiterer Verfolgung ausgesetzt sind.

Dieses Schicksal resultiert aus der Diskriminierung, die Menschen erleben, die als sogenannte „Zigeuner“ identifiziert werden. Aus diesem Anlass haben wir beschlossen, den Bereich „Antiziganismus“ näher zu betrachten. Eine Reihe von Veranstaltungen zum Themenkomplex „Antiziganismus“ wird hierbei den Anfang bilden.

 

Markus End, Mitherausgeber des im April 2009 beim Unrast Verlag in Münster erschienenen Sammelbandes „Antiziganistische Zustände – Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments“, wird sich bei der Veranstaltung zunächst durch eine kurze Einleitung dem Thema „Antiziganismus“ nähern. Darauf folgend wird er sich begrifflich mit dem Phänomen befassen, um sich dann mit der Geschichte, Gegenwart und Kritik des „Antiziganismus“ auseinander zu setzen. In diesem also eher theoretischen Teil wird er sich vornehmlich der Bedeutung der Kategorien „Arbeit”, „Nation” und „Geschlecht” für die Virulenz antiziganistischer Stereotype und Bilder widmen. Nach der Auseinandersetzung auf der theoretischen Ebene schließt der Vortrag mit einer These zum Verhältnis von „Antiziganismus“ und Antisemitismus.

 

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