Wohnen

Flächenknappheit in Freiburg


Gegenwärtig finden Diskussionen über den Flächenverbrauch in Freiburg statt, vor allem in Bezug auf Wohnraum, SC-Stadion, Flugplatz etc. Die Flächen sind knapp und Freiburg wächst. Aber Freiburg wächst nicht nur, es wird auch fortwährend aufgewertet. Der Trend führt dahin, dass Freiburg eine aufgehübschte Stadt wird, in der zu leben sich nur noch Besserverdienende leisten können: größer, attraktiver und grüner, dabei aber so beschaulich wie möglich.

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Huch, wir haben Politik gemacht?

Dass Wohnen in Freiburg teuer ist, ist keine Neuigkeit. Am Wochenende wurde für eine menschenfreundliche Mietpolitik, für eine sozial-gerechte und ökologische Perspektive demonstriert. Die Notwendigkeit ist nun sogar jeder Fraktion im Gemeinderat bewusst und so begrüßen wir einen interfraktionellen Antrag zum Thema "Kommunales Handlungsprogramm für mehr Wohnungsbau und sozial gemischte Stadtteile in Freiburg".

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Eingeschränkte Kooperation mit der Sonderkommission Vauban - Wohnpolitik ist wichtig für Freiburg

Derzeit wird weiter über die Folgen der Räumung des M1-Geländes im Vauban diskutiert. Beinahe täglich werden neue Berichte bekannt über Ungereimtheiten, sei es seitens der Polizei oder diffuser „linker Gruppierungen“.
Unter diesen Umständen haben wir beschlossen, nur eingeschränkt mit der vom Staatsschutz geleiteten Sonderkommission Vauban zusammenzuarbeiten. „Wir werden ihr Beweise und Aussagen zukommen lassen, die Übergriffe seitens der PolizeibeamtInnen bestätigen, aber für Verhöre nicht zur Verfügung stehen“, so Coinneach McCabe, der bei der Räumung des M1-Geländes vor Ort war.
Er fügt an: „Wir haben stets die Einrichtung einer unabhängigen Instanz zur Untersuchung polizeilicher Einsätze gefordert, wie dies auch von Amnesty International vertreten wird. Dies ist sehr notwendig, da die Polizei in Freiburg derzeit definitiv eine politisch mitwirkende Kraft ist.“

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Eine politische Lösung bleibt abzuwarten

Die Räumung des M1-Geländes im Stadtteil Vauban hat letzte Woche eine Lawine an Beschuldigungen und Behauptungen losgetreten.
Ziel dieser schien es zu sein, die vorherigen Meldungen von Tag zu Tag an Brisanz zu übertreffen.
So kam es während der Woche zu „bürgerkriegsähnlichen“ Zuständen, bei denen Molotowcocktails  auf Feuerwehrbeamte geworfen und mit Leuchtspurmunition (diese wird üblicherweise mit Maschinengewehren abgefeuert) auf Polizeiwagen geschossen worden sein soll.

Diese Ereignisse fanden selbstverständlich nicht statt. Aber eine Atmosphäre der Angst hat sich trotzdem verbreitet. Wir fordern, nach wie vor, dass die Ereignisse vor, während und nach der Räumung aufgeklärt werden und die teilweise irreführende Berichterstattung richtig gestellt wird.
Die sich eingeschlichene Inflation in Begrifflichkeiten ist für die politische Diskussion sehr kontraproduktiv. Sie hat zu Polarisierung geführt, und dafür gesorgt, dass sehr viele Emotionen hochgekocht sind, die nicht so leicht wieder abzukühlen sein werden.


Wir befinden uns nach wie vor in einer politischen Debatte, und politische Debatten benötigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Wir fordern daher, dass alle Beteiligten ihre Gesprächsbereitschaft aufrecht erhalten. Politische Partizipation ist nur durch Dialoge möglich.

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rhinoo

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Behauptung von „massiver Gewalt“ aus der Luft gegriffen

Rolle der Polizei zweifelhaft - Politische Lösung statt Hetze
Am Mittwochmorgen erlebte Freiburg einen riesigen Polizeieinsatz zur Räumung des besetzten Wagenplatzes auf dem M1 Gelände. Nun wird massiv versucht die Geschehnisse im Vorfeld der Räumung dafür zu nutzen, Stimmung gegen die ehemaligen BewohnerInnen zu machen. Die  Geschehnisse in der Nacht vor der Räumung werden dabei krass übertrieben geschildert, zum Teil sogar verfälscht dargestellt.

Die Vauban sei „von einer Welle der Gewalt überrollt“ worden – so die Polizei. Mehrere Menschen seien durch „massive Gewalt“ der links-autonomen Szene verletzt worden, unter anderen sollen Feuerwehrleute mit Molotowcocktails beworfen seien. 

Nur einen Tag nach der Räumung steht fest: Kein Molotowcocktail wurde geworfen und auch sonst herrscht viel Unklarheit: „Wir begrüßen eine Aufklärung der noch offenen Fragen, diese muss nüchtern angegangen werden und darf nicht zur Diskreditierung von Menschen missbraucht werden“ betont Monika Stein.

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Abgrenzung als Normalität

Der Abriss des alten, billigen Wohnraumes und Neubau von Wohnungen im hochpreisigen Segment in der Johann-Sebastian-Bach-Straße wurde vom Aufsichtsrat der Stadtbau abgesegnet.

Damit wurde auch ein weiterer Schritt hin zur sozialen Entmischung von Stadtvierteln gegangen. Zudem wurde im Gemeinderat der Verkauf von Streubesitz beschlossen, der über die ganze Stadt verteilt liegt. Das Problem liegt auf der Hand: Durch die Maßnahmen in der Johann-Sebastian-Bach-Straße wird die Struktur der BewohnerInnen vereinheitlicht, denn nur wer sich Wohnungen im hochpreisigen Segment leisten kann, ist in der Lage, sich in Herdern anzusiedeln. Ebenso wird mit dem Verkauf des Streubesitzes eine wichtige Steuerungsmöglichkeit abgegeben – und damit auch die Verantwortung für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung.

Die immer weiter vorangetriebene soziale Entmischung der Stadtviertel, die von der Stadt nicht nur nicht aufgehalten, sondern auch verstärkt wird, lässt die Prognose zu, dass wir mehr und mehr auf eine scharfe Teilung von Freiburg in Viertel der Besserverdienenden und Viertel der schlechter Verdienenden zusteuern - und das ist politisch zu verantworten.

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Wer sich gegen den Willen des OB stellt ...

Der Situation beim M1-Gelände spitzt sich zu: Ende dieses Monats erwarten wir ein großes Polizeiaufgebot, um den Willen des Rathauses durchzudrücken. Beim M1-Gelände zeigen sich zwei Konfliktpunkte: Der Unmut über die Platzgestaltung und das Thema Wagenplätze in Freiburg. Trotz Gesprächsbereitschaft und Bürgerbeteiligung soll alles so gestaltet werden, wie es sich die Rathausspitze immer vorgestellt hat. Hier wird nochmals deutlich, dass Bürgerbeteiligung nicht ernst genommen wird und Versprechen nicht eingehalten werden.

Am deutlichsten wird dies bei der Wagenplatz-Politik. Im Jahr 2006 hat sich die Stadt dazu verpflichtet, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit alternativen Wohnformen in Freiburg beschäftigt, unter anderem mit Wagenkollektiven. Trotz einer wiederholten Zusage 2010 hat diese Arbeitsgruppe nie getagt.

Hier wird Bürgerbeteiligung zum Possenspiel, Mitbestimmung wird nur scheinbar in Betracht gezogen und Versprechen nicht eingehalten. Wer am Ende nicht resigniert hat, wird sich dann mit der „OrdnungsMacht“ konfrontiert sehen.
Die Bürgerinnen und Bürger lernen daraus, dass wer sich gegen den Willen des Rathauses stellt, damit rechnen muss, von diesem überrollt zu werden.

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Offener Brief an den Oberbürgermeister zum Kunst-, Kultur- und Wagenkollektiv „Kommando Rhino“

 

Freiburger Straßenpunx geräumt (2006)Freiburger Straßenpunx geräumt (2006)Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Jahre 2006 hat sich die Stadtverwaltung verpflichtet, eine Arbeitsgruppe zum Thema „Alternatives Leben Wohnen“ einzurichten. Diese Arbeitsgruppe wurde durch die „Schattenparker“ im Jahre 2006 erkämpft.

Die Einrichtung dieser Gruppe wurde erneut im Januar 2010 versprochen (siehe Anhang).

Ebenso wurde zugesagt: „Die Gemeinderatsfraktionen und Gruppierungen werden über die Arbeit der Arbeitsgruppe unterrichtet.“

Bis heute haben wir keinen Bericht von dieser Gruppe erhalten, was darauf schließen lässt, dass diese Arbeitsgruppe nie existiert bzw. nie ihre Arbeit aufgenommen hat.

Das finden wir außerordentlich bedauerlich, weil es uns die Möglichkeit gegeben hätte, in Ruhe diesen Themenbereich anzuschauen.

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Steigende Preise für Wohnen in Freiburg – ein hausgemachtes Problem

Dass Wohnen in Freiburg teuer ist, ist für die meisten schon seit Jahren bekannt und die Stadtpolitik ist hieran nicht unbeteiligt: die Anpassung von Mietpreisen an den Mietspiegel wie auch die „Fehleinschätzung“ in Sachen Mietobergrenze sind nur zwei Beispiele, wie die Stadt Freiburg dazu beiträgt, dass für viele Wohnen immer unerschwinglicher wird.


Die Miet- und Immobilienpolitik ist in Freiburg aus dem Ruder gelaufen. Wohnungen in Freiburg sind jetzt schon kaum mehr bezahlbar und die Tendenz ist steigend. Dies ist nicht mehr nur ein Problem einer Minderheit, steigende Miet- und Immobilienpreise betreffen alle.
Diese Entwicklung wurde durch die gemeinderätliche Mehrheit gefördert. Das Argument lautet dabei, dass die Stadtkasse es sich nicht leisten kann, hier mehr Unterstützung zu leisten. Vergessen wird dabei, dass die Stadt, obwohl sie sich manchmal selbst „Konzern“ nennt, keine Firma ist. Eine Stadt hat eine viel größere und umfassendere Bedeutung. Für die gesamte gesellschaftliche Steuerung müssen andere Maßstäbe gelten.


Und auch die gemeinderätliche Mehrheit muss endlich erkennen, dass der eingeschlagene Weg ein falscher ist.

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Bugi50 und freunde

Bugi50 und freunde
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Wohnpolitik ist wichtig für Freiburg

 

Unserer Vorstellung nach muss Leben und Wohnen unter dem Grundsatz der Mitbestimmung möglich sein. Wie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen wirkt hier die Möglichkeit zur Mitbestimmung aktivierend: Anfallende Probleme können selbständig gelöst werden und die Wohnqualität nimmt zu. Aktive soziale Wohnpolitik wird auch im Kontext steigender Mietpreise wichtiger.

Wir müssen aber feststellen, dass die Tendenz dahingeht, die Errungenschaften auf diesem Gebiet sukzessive abzubauen. Die Stadtpolitik unterwirft mehr und mehr den Wohnungsmarkt privater und städtischer Gewinnmaximierung.

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Ökologisch muss sozial sein

40 % weniger CO2 ist das Ziel des Klimaschutz-Konzeptes. In dieses Konzept gehören nicht nur Sanierungsmaßnahmen und eine Verbesserung der Infrastruktur, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit.

Zurecht wird aber hinterfragt, wie gelungen die gegenwärtige PR-Kampagne Co2libri ist. Um überhaupt in die Nähe des 40%-Einsparungs-Ziels zu kommen, benötigt dieses Klimaschutz-Konzept nicht nur eine breite Akzeptanz in der Stadt, sondern auch die aktive Unterstützung in der Bevölkerung. Für die benötigte Unterstützung, und damit Beteiligung, wird allerdings mehr nötig sein, als eine PR-Kampagne.

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Wonnhalde 1a

Die Geschichte dieses Hauses spiegelt die allgemeine Wohnungspolitik in Freiburg wider. Ende der 80er Jahre wurde dieses Haus von der Stadt Freiburg gekauft, um es privatwirtschaftlichen Spekulationen zu entziehen und Wohnraum für junge Menschen zu schaffen. Seitdem lässt die Stadt dieses Haus, das in einem maroden Zustand ist, verfallen. Anfangs war sie relativ offen gegenüber einer möglichen Genossenschaft, was sich aber verändert hat. Die Erkenntnis kam, dass die Stadtverwaltung selbst mit diesem Grundstück spekulieren könnte, denn das Grundstück ist einiges wert.

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Mangelnde Fehlereinsicht in der Wohnpolitik

 

Die Mieten in Freiburg sind hoch, Tendenz steigend. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, den Mietspiegel auszuschreiben. Der letzte Mietspiegel war sehr problematisch, diesen einfach weiterzuführen ist verantwortungslos.

Dass der Gemeinderat nicht begreift, dass viele Menschen den Druck der steigenden Mieten spüren, vermittelt ein Bild der glückseligen Ignoranz derer, die nicht unter einem finanziellen Druck stehen. Wir haben in Freiburg erhebliche Probleme bezüglich der Wohn(ungs)politik. Das kann durch die Überlegungen verdeutlicht werden, Menschen in Containern unterzubringen, obwohl erheblicher Wohnungsleerstand besteht.

Diese angespannte Situation kann gefährlich werden. Es ist wichtig, dass keine Politik der Feindbilder betrieben wird. Die Schuldzuweisung oder Bestimmung von Menschen als „anders“ oder die Verwendung von „Heuschrecken“-Sinnbildern ist falsch und löst das Problem nicht. Unser Ziel ist, dass jede und jeder Zugang zu Wohnraum hat und keine weiteren Schwierigkeiten daraus entstehen.

Es wird nicht verstanden, dass die städtische Politik Teil des Problems ist. Eine Kehrtwende der Politik ist hier notwendig, doch dafür gibt es noch keine Anzeichen.

 

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