Internationaler Frauentag

Der 8. März ist der Internationale Frauentag und damit Anlass, sich
wieder mit der Frage auseinanderzusetzen, ob alle Frauen im öffentlichen
und privaten Leben tatsächlich gleichberechtigt sind.



Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist im Grundgesetz
verankert, doch die Lebenssituation von Frauen und Männern ist
auch nach 60 Jahren gesetzlicher Gleichstellung sehr unterschiedlich.
Die gesellschaftliche Realität von Gleichberechtigung ist sehr different
und abhängig von vielen sozialen, finanziellen und kulturellen
Faktoren. Je weiter man von der sogenannten gehobenen Mittelschicht
entfernt ist, desto weniger bekommt man von der vermeintlichen
Gleichberechtigung zu spüren. Wir haben Verbesserungen errungen,
und der 8. März erinnert uns auch daran, aber wir sollten uns nicht
nur an die Kämpfe erinnern, die hinter uns liegen, sondern auch an
die, die noch auszufechten sind, denn die Errungenschaften in Richtung
Gleichberechtigung wurden erkämpft und nicht verschenkt.
In diesem „Superwahljahr“ können wir wieder an das erkämpfte
Wahlrecht denken, eine der Grundrechte unserer Demokratie und
mehr als nur ein symbolischer Wert. Aber wir müssen uns auch daran
erinnern, dass das nicht für alle Frauen gilt: Ausländerinnen werden
auch hier immer noch ausgeschlossen.