Grünes Rathaus?

In der letzten Gemeinderatssitzung haben wir die Energieeffizienz-Strategie für städtische Gebäude diskutiert. Dabei war auch von einer “Verwaltungskonzentration” die Rede.

Hinter diesem Begriff steckt eigentlich der Wunsch nach einem neuen Rathaus. Der Gedanke dahinter ist, dass dies umweltfreundlich sei, weil durch einen Neubau Energie eingespart werden könne. Es stimmt, dass ein Neubau energieeffizienter ist, aber die Rechnung ist etwas verkürzt. Nicht berücksichtigt wird die Auswirkung des Baus an sich auf die Umwelt sowie die Frage, was mit den alten Gebäuden passiert. Ein Neubau hat Auswirkungen auf unsere Umwelt und fängt immer mit einem großen CO2-Defizit an. Dieses kann über die Jahre wieder eingeholt werden, aber die alten Gebäude müssen trotzdem energetisch saniert werden. Vielleicht hat die Stadt dieses Problem dann abgegeben, trotzdem besteht es nach wie vor. Selbstverständlich ist die Einsparung von CO2 ein wichtiges Ziel, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Umweltpolitik mehr ist als das.

Ein neues Rathaus zu bauen, mit dem Argument des Umweltschutzes, ist daher nicht nachvollziehbar. Womöglich ist der Schutz der Umwelt nicht der wahre Grund für die Bestrebungen des OBs, ein neues Rathaus zu bauen.

 


Trackback URL for this post:

http://www.ga-freiburg.net/trackback/212