Umwelt

Stadttunnel: Traum und Realität

Der Bau des Stadttunnels durch Freiburg wurde bisher als Allheilmittel gegen die Auswirkungen des erheblichen Verkehrs durch die Stadt verkauft: Lärm- und Abgasbelästigung werde einfach unter die Erde verbannt, die Anlieger erwarte eine oasengleiche Umgebung, ein grüner Boulevard an der Dreisam am Rande der Innenstadt.

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Freier Flug für „Green City“

Langsam aber gründlich entlarvt sich die „Green City“-Kampagne: Werbekampagne anstatt  nachhaltiger ökologischer Stadtentwicklung.

Die „Green City“-Etikette wird häufig verwendet und widerspricht der Realpolitik, die wir in dieser Stadt tatsächlich erleben. Der Versuch, eine Autobahn durch die Stadtmitte zu bauen oder der Transport von Naturstein von der anderen Seite der Welt, um Prestigeobjekte zu bauen sind nur zwei Beispiele.
Aber diese Wirklichkeit darf die Werbekampagne nicht stören. Jetzt haben wir noch ein „Green City Hotel“ und noch als neuesten Coup den „Green Industry Park“. Eine der Beteiligten an diesem Industriegebiet ist die badenova. Häufig hochgehalten als ökologisches Vorzeigeprojekt, handelt badenova nicht nur direkt mit Atomstrom, sondern unterstützt auch Projekte von AKW-Betreibern. Als ob das nicht genug wäre, verlängert badenova ihre Werbekampagne für ihr Ökostrom12-Produkt, die Neukunden-Freiflug-Aktion: Ökostrom bestellen und einen „CO²-neutralgestellten“ Fluggutschein erhalten!


Eine Entwicklung, die zu einer „Green City“-Werbekampagne passt, aber leider nicht zu einer nachhaltigen ökologischen Stadtentwicklung.

Nutzungskonflikte im städtischen Nachtleben

Städte sind Orte, wo Menschen sich buchstäblich ständig gegenseitig auf die Füße treten. Die unterschiedlichen Vorstellungen davon, wofür eine Stadt da ist, kollidieren häufig.
So haben sich zwei Initiativen in Sachen Nachtleben gegründet. Eine, ausgehend vom Lokalverein, fordert mehr Ruhe und erwartet vom Gemeinderat die Durchsetzung ihrer Forderung. „Pro Nachtleben“ hingegen setzt sich für den Erhalt eines vielfältigen Nachtlebens ein.

Klimawandel rückt näher

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen eine große Herausforderung dar, die schon in den nächsten Jahrzehnten spürbar sein werden. Wie sich diese tatsächlich auswirken, bleibt allerdings ungewiss.
Deswegen wurde seitens der Verwaltung ein Katalog von Maßnahmen erstellt, der zum Teil schon jetzt umgesetzt werden kann, aber auch Handlungsstrategien für die Zukunft enthält.

Leo-Wohleb-Brücke – weniger Spuren, weniger Verkehr

Alternativen zur Autobahn sind gefragt  -  Städte für Menschen, nicht für Autos

Bei der Baustelle auf der Leo-Wohleb-Brücke und -Straße waren die Erwartungen auf Megastaus sehr hoch angesetzt. In einer eigenen städtischen Mitteilung war für Freiburg vom „staureichsten Sommer seiner Geschichte“ die Rede. Heute wissen wir, dass dies nicht geschah - der Verkehr lief und es entstanden keine größeren Probleme. Die Grüne Alternative Freiburg ist die Meinung, dass dies zeigt, was möglich ist und auch was erstrebenswert ist.

Theater um den Rotteckring

Die Kosten für die Straßenbahn über den Rotteckring sind deutlich gestiegen. Die Mehrheit des Gemeinderats ist überrascht bis empört.
Dieser Ablauf in Bezug auf Großprojekte ist nicht nur kein Einzelfall, es scheint System zu haben. Ein Projekt wird günstiger geschätzt bis es verwirklicht werden soll – dann kommt es zu einem großen Kostensprung. Die Kostensteigerung muss dann hingenommen werden, da sonst das Verschleudern von Steuergeldern droht.
Alle Befürworter dieses Projektes haben mit dieser Kostenschätzung Politik gemacht. Jetzt stellt sich heraus, dass diese veranschlagten Kosten deutlich daneben lagen – und zwar um 43 %! Dass so eine hohe Abweichung Empörung auslöst, ist hier sehr wohl angemessen, denn sonst wäre es eine unkritische Akzeptanz von leichtsinniger Verschwendung von Steuergeldern. Vielleicht ist es auch schlimmer: dass PolitikerInnen bewusst mit falschen Kosten argumentieren.

Lärmaktionsplan – mit Bürgerbeteiligung!

Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Lärm sind heutzutage weithin erforscht und bekannt. Lärm schadet körperlichen wie auch geistigen Fähigkeiten, verursacht Schlafstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems u.v.m., kurz: er macht krank.
Die Ergebnisse der Lärmkartierung 2012 zeigen die Gebiete mit hoher Straßen-, Bahn- und Gewerbelärmbelastung und nun ist die Idee der Stadt, an Lärmminderungsmaßnahmen zu arbeiten, indem die Öffentlichkeit die Vorschläge der Verwaltung mitbewerten darf.

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Warten auf den Stadttunnel ??? 30.10.2012

Expertengespräch und Diskussion mit
Thomas Myck, Lärmwirkungsexperte, Umweltbundesamt, Berlin
Prof. Hermann Knoflacher, Verkehrsplaner, Uni Wien
Dr. Dominik Kupfer, Rechtsanwalt (u.a. für Lärmaktionsplanung), Freiburg
Hannes Linck, Moderation, VCD Südlicher Oberrhein e.V.

Dienstag, 30. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Aula der Gewerbeschule, Kirchstraße 4 (hinter Johanneskirche)

Die politisch Verantwortlichen in Stadt und Land – auch Grüne und Sozialdemokraten – setzen einseitig auf den Bau eines Stadttunnels zur Lösung vieler Verkehrsprobleme Freiburgs. Sie tun dies obwohl wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bei weitem nicht aller Autoverkehr durch den Tunnel laufen würde und dadurch die einst beschworenen, paradiesischen Szenarien von begrünten Boulevards einer „Stadt am Fluss“ völlig unrealistisch sind.

Radkonzept 2020

Der Gemeinderat hat jetzt grünes Licht für die Umsetzung von 3 Pilotrouten innerhalb des Radkonzeptes 2020 gegeben, dessen Mittelpunkt der Aufbau eines sogenannten „Rad-Vorrang-Netzes“ bildet.
Kurz gesagt ist es der Ausbau von Radwegen, die in Nord-Süd-Routen und einer Ost-West-Route die Stadtteile verbinden. Es sind eine Art Radschnellstraßen, die dazu führen sollen, dass ein  bequemes Durchfahren des Stadtgebietes möglich wird und der Radverkehr dabei nicht mit dem Autoverkehr in Konflikt kommt.

Wohin führt das Verkehrskonzept?

Zur Zeit wird in Freiburg vieles im Bereich Verkehr beschlossen. Das Stadttunnel-Debakel wird weitergefahren, die Weichen für den Ausbau des Stadtbahnliniennetzes werden gestellt und die Umgestaltung von der Kronenbrücke, über den Rotteckring, bis zum Siegesdenkmal wird konkreter.

Dies sind nicht nur Verkehrskonzepte, es sind auch bedeutende Änderungen in der Stadtplanung. Alle Projekte kosten die Stadt große Summen und mit Ausnahme des Stadttunnel-Luftschlosses werden diese Maßnahmen auch umgesetzt. Danach werden Teile von Freiburg nicht mehr wiederzuerkennen sein.

Stadttunnel-Coup – Umwelt-Niederlage

Die Schwarzwaldautobahn kommt!

Verkehrskonzept jetzt notwendig

Wie einen Schlag in die Magengrube haben wir die Nachricht aufgenommen, dass die B31, die direkt durch die Mitte unserer Stadt führt, zur Autobahn werden soll. Diese Einstufung sei, so das Rathaus, ein Schritt, um den Stadttunnel schneller zu ermöglichen. Die Entscheidung sieht vor, dass die B31 von der Abfahrt Mitte der A 5 bis Kirchzarten als Autobahn eingestuft wird, sonst ändere sich hier nichts. Zusätzlich sollen Mautgebühren für den Schwerlastverkehr eingeführt werden. 
Die Grüne Alternative Freiburg hält dieses Vorgehen, vor allem diese Einschätzung für falsch: „deutliche und spürbare Änderungen, vor allem Verschlechterungen, werden dadurch entstehen, nicht nur für Freiburg, sondern auch das Umland“, so Monika Stein.

Wohnraumpolitik in Freiburg

Seit einigen Wochen steht das Thema Wohnraumpolitik oben auf der Tagesordnung der kommunalen Politik in Freiburg.
Es gibt bekannterweise ein Mietpreis-Problem: Die Mieten steigen stetig und auch der Wohnraum in allen Stadtteilen wird immer teurer. Dies ist, so das gängige Argument, das marktwirtschaftliche Prinzip im Sinne eines Unterangebots bei verstärkter Nachfrage.

Flächenknappheit in Freiburg


Gegenwärtig finden Diskussionen über den Flächenverbrauch in Freiburg statt, vor allem in Bezug auf Wohnraum, SC-Stadion, Flugplatz etc. Die Flächen sind knapp und Freiburg wächst. Aber Freiburg wächst nicht nur, es wird auch fortwährend aufgewertet. Der Trend führt dahin, dass Freiburg eine aufgehübschte Stadt wird, in der zu leben sich nur noch Besserverdienende leisten können: größer, attraktiver und grüner, dabei aber so beschaulich wie möglich.

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