Sport

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Neues Stadion, alte Fehler

Bei der Standortsuche fürs neue SC-Stadion ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber  deutlicher Favorit ist nun der Wolfswinkel im Stadtteil Mooswald. Vieles spricht sowohl für als auch gegen einen Neubau an dieser Stelle, was in den nächsten Monaten untersucht und diskutiert werden soll.

Stadionsituation des Sportclub Freiburg

Nein zu weitreichender Kommerzialisierung von Sport
Breite Bürgerbeteiligung für Richtungsentscheidung im Sport notwendig


Fußball ist bekanntermaßen ein Spiel, bei dem die Emotionen hochkochen und so wundert es nicht, dass die Frage um ein Fußballstadion ebenso viele Emotionen freisetzt.Der SC Freiburg steht gerade an einem bedeutenden Punkt, der die weitere Entwicklung des Vereins betrifft. Für viele Menschen macht der SC ein wesentliches Merkmal Freiburgs aus. Zudem ist der SC nicht nur durch sein Spiel präsent, sondern engagiert sich in vielen Bereichen, was zur  Bereicherung der Stadt beiträgt. Zur Zeit ist der Spielort selbst zur bedeutendsten Frage geworden. Mit dieser Entscheidung wird die Frage verbunden, wie sich der Verein überhaupt entwickeln wird.

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SC-Tickets für Gemeinderäte

Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO

SC-Tickets für Gemeinderäte

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,

Wie Sie wissen, haben wir letztes Jahr beschlossen, die sogenannte SC-Dienstkarte nicht anzunehmen. Die darauffolgende Debatte hat verschiedene Punkte angeschnitten, die wir jetzt geklärt haben wollen.

Im Gemeinderat erhalten die Mitglieder eine Aufwandsentschädigung wie auch eine VAG-Jahreskarte. Das betrachten wir als sinnvoll, weil dadurch den Menschen, die dieses Amt ausführen, weniger Nachteile entstehen. Obwohl in der darauffolgende Debatte behauptet wurde, dass die SC-Dauer- und VIP-Karten notwendig sind, um unsere Aufgabe als GemeinderätInnen erfüllen zu können, können wir aus unserer Erfahrung diese Meinung nicht teilen.

Geht Freiburg baden?

In der Sitzung am 5. April hat die Mehrheit des Gemeinderats die Erhöhung der Eintrittspreise für alle städtischen Bäder beschlossen.

Begründet wurde dies mit den teuren Sanierungen dieser öffentlichen Einrichtungen über die letzten Jahre. Der Preis für Einzelkarten wird deutlich erhöht, die Rabattierungen der Mehrfachkarten deutlich verringert.

Preiserhöhungen bilden einen Trend in allen Bereichen des öffentlichen Lebens in Freiburg. Die Argumentation ist stets, dass diese Erhöhung moderat und durchaus bezahlbar sei. Das Problem ist aber, dass diese Maßnahmen von den BefürworterInnen und Entscheidenden nur als Einzelmaßnahmen gesehen werden und nicht als eine allgemeine Steigerung der Kosten in vielen Bereichen der gesellschaftlichen Teilhabe. Es wird versucht, die Menschen dazu anzuregen, Sport zu treiben, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, in Theater oder Museen zu gehen u.ä.. Gleichzeitig werden überall dort die Preise erhöht. Jede Preissteigerung für sich scheint das Monatsbudget – zumindest für Menschen mit einem größeren Geldbeutel - nur gering zu belasten, in der Summe jedoch können sie es  vielen Menschen unmöglich machen, die „öffentlichen“ Einrichtungen regelmäßig oder überhaupt zu nutzen.

Sportplatz auf den Kartauswiesen

Es läuft zurzeit nicht rund zwischen Stadtverwaltung und Universität, denn gerade steht das Thema „Öko“-Sportplatz auf der Agenda.

Im Jahr 2006 drückte der damalige Rektor der Universität zusammen mit OB Salomon den Bau des Sportplatzes im Landschaftsschutzgebiet durch.

Der kürzlich eingerichtete Sportplatz der Universität trocknete jedoch wegen Wassermangels aus und ist unbespielbar.

Das Problem kann jedoch nicht so leicht gelöst werden, da das Areal seit den 50er Jahren naturschutzrechtlich eingestuft ist. Über die Jahre wurden diese Bestimmungen verschärft, bis der jetzige Status vom Landschaftsschutzgebiet erreicht wurde.

Dazu gehört u.a. das Verbot von Maßnahmen, die sich auf den Wasserhaushalt auswirken. Diese Bestimmung existierte bereits vor der Einrichtung des Sportplatzes.

Auf den ersten Blick scheint es pingelig zu sein, bei vollendeten Tatsachen und Baukosten von bereits über 300.000 € die Einhaltung der Naturschutzbestimmungen zu verlangen.

Doch liegt der Fehler hier nicht in den Schutzbestimmungen, sondern darin, in ein Schutzgebiet eine sportliche Anlage dieser Art zu bauen.

Eissporthalle: Grundsatzbeschluss muss konsequent umgesetzt werden

Verantwortung für die verschleppte Sanierung liegt bei der Stadt

Geld muss wirksam eingesetzt werden

Am 6. April haben die GemeinderätInnen der Grünen Alternative Freiburg der Sanierung der Eissporthalle für 2,6 Mio€ nicht zugestimmt. „Diese Entscheidung war unpopulär, aber wir müssen mit unseren Finanzmitteln verantwortlich umgehen, und dass dieses Thema mehr Beratung als die eingeräumten vier Tage benötigt, war offensichtlich“, sagt Monika Stein.

Eissporthalle

Dass die Eissporthalle marode ist, ist nichts neues. Aber plötzlich braucht man eine Sondersitzung und innerhalb von vier Tagen seit Erscheinen der Vorlage wird ein Beschluss gefasst. So schnell muss es sein, damit die „Wölfe Freiburg“ ihre Spiellizenz beantragen können. Daher genehmigt der Gemeinderat 2,6 Mio. für die Instandhaltung. Eigentlich kostet die Dachreparatur sowie flankierende Maßnahmen 1,9 Mio., aber die Regierung sieht die Chance, ein paar Dinge in dem Paket zu verstecken.