Gender

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Freiburg hat endlich wieder eine Frauenbeauftragte

Freiburg hat nun endlich wieder eine Frauenbeauftragte. Das sollte selbstverständlich sein, doch der Weg dahin war zäh. Seit einem Jahr ist die Stelle unbesetzt geblieben und es hat zwei Bewerbungsrunden benötigt, um zu einer Entscheidung zu kommen. Die Stelle der Frauenbeauftragten ist zu wichtig, um diese so lang unbesetzt zu lassen und der holprige Bewerbungsprozess hat uns gezeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen über den Inhalt dieses Amtes waren. Das Ergebnis begrüßen wir sehr! Simone Thomas ist keine Unbekannte in Freiburg, hat bereits viel Erfahrung in der Arbeit, für die Belange von Frauen einzutreten und hat den Gemeinderat als zukünftige Frauenbeauftragte überzeugt.

Ein Drittel reicht nicht

Zur nächsten Gemeinderatswahl tritt ein neues Gesetz in Kraft, das den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik steigern soll. Das Ziel ist, dass die Hälfte der KandidatInnen auf einer Liste mit Frauen besetzt sind und diese auf aussichtsreichere Listenplätze kommen – dies ist jedoch eine „Soll“-Vorschrift, ohne Sanktionen bei Nichteinhaltung.

"Vergnügungssteuer"?: Stadt Freiburg will an Prostitution verdienen

Der Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung eine zusätzliche Besteuerung im Bereich der Prostitution verhandeln – eine „Vergnügungssteuer“.

Die StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg – GAF sind entsetzt über den Zynismus, der sich hier offenbart. Stellungnahmen vom Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) e.V. und Madonna e.V. weisen darauf hin, dass Prostitution seit 2002 eine legale Erwerbstätigkeit ist und keine Vergnügungsveranstaltung und demnach nicht mit einer „Vergnügungssteuer“ zu belegen ist.

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5 Jahre Gendermainstreaming

In der nächsten Gemeinderatssitzung wird das Thema Gendermainstreaming (GM) diskutiert. Dieses Jahr feiern wir 5 Jahre GM in Freiburg. In diesen 5 Jahren wurde eine Sensibilität für die Gender-Thematik geschaffen und daran gearbeitet, dass heutzutage die Gender-Thematik innerhalb großer Teile der Stadtverwaltung als nahezu selbstverständlich gilt. Diverse Planungen und Entscheidungen berücksichtigen mittlerweile den Gender Aspekt.