Wohnheimunterbringung verhindert die Integration

Wir begrüßen den Appell seitens der Verwaltungsspitze an WohnungseigentümerInnen, an Flüchtlinge zu vermieten und die öffentliche Kenntnisnahme, dass Wohnheimunterbringung die Integration behindert.
„Wenn etwas Gutes getan wird um Geflüchteten menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen, muss es Anerkennung finden - auch wenn es eine sehr lange Zeit gedauert hat.“, sagt Monika Stein.


Der Oberbürgermeister wie auch der Sozialbürgermeister haben seit mehreren Jahren Zusagen gemacht, die jetzt endlich mit diesem Appell Umsetzung finden. Die Idee war ursprünglich angelehnt an den damaligen Appell von 2004 an WohnungseigentümerInnen an Studierende zu vermieten. Trotz mehrerer Zusagen seitens der Verwaltungsspitze drangen diese Pläne nicht nach Außen.

„Noch ist dadurch keine Wohnung gesichert, aber der Appell an privaten VermieterInnen zeigt eine Änderung in der Sichtweise der städtischen Verwaltung.“, meint Coinneach McCabe.

Die Bemühungen, dass Flüchtlinge menschenwürdige Wohnverhältnisse erlangen können, zeigen einen sehr langeb und hartnäckigen Kampf. Der Gemeinderat hat in seiner Mehrheit alle Bestrebungen, die Unterkünfte, die es zur Aufnahme der Flüchtlinge gibt, sanieren zu lassen oder zumindest mit Lärmschutz zu versehen, abgelehnt. Dies hat sich Anfang 2013 geändert, als im laufenden Doppelhaushalt endlich Geld für notdürftigste Sanierungsmaßnahmen eingestellt werden konnten.

Dazu bedurfte es aber einer Besichtigungsfahrt des Gemeinderats durch die Flüchtlingsunterkünfte. Nun, nach all diesen Jahren, hat sich etwas getan, Oberbürgermeister Salomon persönlich ruft WohnungsbesitzerInnen dazu auf, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen um die Integration zu ermöglichen.

Die beiden StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg bedanken sich natürlich nun sehr für den Appell des Oberbürgermeisters und hoffen, dass sich viele VermieterInnen melden werden, die Wohnungen an Flüchtlinge vermieten werden, damit endlich deren Integration erleichtert wird.
Derzeit ist das tagtägliche Leben für Flüchtlinge in dieser Stadt menschenunwürdig und weitestgehend fremdbestimmt  – die Stadt kann hier ihre Einstellung ändern, so dass Grundrechte Geltung für alle Menschen in Freiburg haben, egal welchen rechtlichen Status sie haben. Ein erster kleiner Schritt ist mit diesem Appell getan.

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