Wen unterstützt die Stadt Freiburg wie?

In der 2. Lesung des Doppelhaushaltes begann im Gemeinderat eine Diskussion um die Stellung der Kirchen im Bereich des Sozialen in Freiburg.

Zuschüsse bzw. Zugeständnisse gibt es von städtischer Seite viele: zahlreiche konfessionelle Kindergärten prägen das Bild, in etlichen staatlichen Schulen gibt es Schulsozialarbeit durch Diakonie oder Caritas, am Wochenende ist das Downtown Street Team in der Innenstadt, im Wohnungslosen- und SeniorInnenbereich arbeiten viele christliche Träger, der Ostermarkt findet im öffentlichen Raum zu den Bedingungen der Kirchen statt. Ist Freiburg also völlig von christlichen Kirchen dominiert?

Schon lange engagieren sich Menschen aus ihrer christlichen oder humanen Grundhaltung heraus für die Gemeinschaft – gerade für die Schwächsten. Kritisch wäre es in unseren Augen aber, wenn versucht würde, mittels dieser Arbeit ein bestimmtes Weltbild aufzudrängen. Um dem vorzubeugen, sollte die Stadt Freiburg bei allen bezuschussten Trägern – ob christliche oder andere – in Zielvereinbarungen festhalten, dass eine Beeinflussung oder ein Aufdrängen eines Weltbildes verhindert wird. Damit wäre für uns eine wichtige Grundlage für die Arbeit freier Träger in diesem Bereich gegeben.