Stadttunnel: Traum und Realität

Der Bau des Stadttunnels durch Freiburg wurde bisher als Allheilmittel gegen die Auswirkungen des erheblichen Verkehrs durch die Stadt verkauft: Lärm- und Abgasbelästigung werde einfach unter die Erde verbannt, die Anlieger erwarte eine oasengleiche Umgebung, ein grüner Boulevard an der Dreisam am Rande der Innenstadt.

Nun muss dieser Traum korrigiert werden – der Realität angepasst. Der Autobahn-Vollanschluss inmitten der Wiehre wird ein riesiges Verkehrs-Bauwerk, der Anschluss von Zu- und Abfahrten an das städtische Straßennetz versprechen für die AnwohnerInnen eher zusätzliche Belastungen als weniger, wie immer propagiert. Schön auch, dass man sich jetzt erst Gedanken dazu macht, wie Menschen zu Fuß und mit Rad die Straße überqueren sollen.


Der Stadttunnel ist also nicht das Allheilmittel, als das er immer angepriesen wurde. Die Vorstellung, dass Verkehrsprobleme durch weiteren Straßenbau gelöst werden, hat sich schon längst als Illusion entpuppt. Ganz im Gegenteil: Der Traum vom Stadttunnel verhindert die Entwicklung eines vernünftigen und nachhaltigen Verkehrskonzeptes.


Zeit, dass wir uns mit alternativen, innovativen Verkehrskonzepten auseinandersetzen und uns von den ausgetretenen Pfaden veralteter Verkehrspolitik entfernen.

Kommentare

Es gibt durchaus Alternativen zum Ganterknoten. Die vorgesehenen vier Rampen an dieser Stelle sind ein starker Eingriff in das Stadtbild. Das RP kennt die Alternativen zum Ganterknoten, sie werden aber zur zeit noch geprüft.